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KONZEPTION

Konzeption

Kirche im Laden: Begegnung, Bildung und Beratung

ein Projekt des Vereins "Kirche im Laden e. V."

in enger Verbindung mit der
ev.-luth. Kirchgemeinde Falkenstein-Grünbach


Konzeption

Stand: 6. Oktober 2004

"Suchet der Stadt Bestes" Jeremia 29,7

Gliederung

1. Träger
2.1 Der Same des Evangeliums
2.2 Die drei Dimensionen unserer Arbeit
2.3 Brücken bauen zwischen Kirche und Gesellschaft
2.4 „Kirche im Laden“ als Projekt des Gemeindeaufbaus
3. Der Laden
3.1 Lage
3.2 Räumlichkeiten
3.3 Charakter des Ladens
3.4 Öffnungszeiten
4. Zielgruppe
5. Angebote
5.1 „Schenk dir Zeit“: offenes Angebot für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten
5.2 Projekte für bestimmte Zielgruppen („geschlossene“ Angebote)
6. Mitarbeiter
6.1 Ehrenamtliche Mitarbeit
6.2 Hauptamtliche Mitarbeit
7. Kooperationspartner
8. Öffentlichkeitsarbeit
9. Finanzierung
10. Perspektive

1. Träger

Träger des Projekts ist der Verein „Kirche im Laden e.V.“ Er versteht sich als Dienstgruppe der ev.-luth. Kirchgemeinde Falkenstein, sucht in allen Aktivitäten aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Gemeinden der Stadt. Der Verein steht allen natürlichen und juristischen Personen offen, welche die Zielsetzung des Projekts unterstützen. Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Momentan gehören dem Verein 22 Mitglieder an.
Der Verein „Kirche im Laden e. V.“ wurde am 1.6.2004 gegründet und ist beim Amtsgericht Auerbach unter der Registernummer VR 1000 eingetragen. Er verfolgt ausschließlich kirchliche Zwecke und ist durch das Finanzamt Auerbach als gemeinnützig anerkannt.
Vertreten wird der Verein durch den Vereinsvorstand, der aus 3 Personen besteht. Die Führung der Geschäfte nimmt ein erweiterter Vorstand wahr („Leitungskreis“), der neben dem Vereinsvorstand aus weiteren vier von der Mitgliederversammlung gewählten Personen besteht. Ferner hat der Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchgemeinde Falkenstein das Recht, einen Vertreter in den erweiterten Vorstand zu entsenden, um eine möglichst enge Verbindung zwischen Kirchgemeinde und Verein zu gewährleisten.

2. Zielsetzung

2.1 Der Same des Evangeliums

Eine Geschichte erzählt: Es war einmal ein Mensch, der betrat einen Laden. Er war ganz überrascht, denn hinter der Ladentheke stand ein Engel. Verwirrt fragte er: „Was verkaufen Sie?“ „Alles“, antwortete der Engel. „Oh, prima“, meinte der Mensch und legte los: „Dann hätte ich gern: Gute Freunde, Menschen, die mich verstehen, gute Noten in der Schule, viel Zeit für mich selbst und Frieden für alle Menschen und ...“ Der Engel unterbrach ihn: „Entschuldigen Sie, Sie haben mich da missverstanden. Wir verkaufen keine Früchte; wir haben lediglich den Samen.“
Diese Geschichte bringt die Zielsetzung unseres Projekts im Bild zum Ausdruck. Wir möchten in Wort und Tat die frohe Botschaft von der Liebe Gottes unter die Menschen bringen. Gott schenkt uns Annahme und Neubeginn - das ist eine befreiende Zusage, die Hilfe zum Leben bietet.
Dass aus dem Samen Früchte wachsen, liegt freilich nicht in unserer Macht; und wir haben keine fertigen Rezepte für die Herausforderungen des Lebens. Aber wir vertrauen der Kraft dieser Botschaft, die Gott in seiner Freigebigkeit unter uns ausstreut, wie das Gleichnis vom vierfachen Acker in der Bibel erzählt (Markus 4).

2.2 Die drei Dimensionen unserer Arbeit

In der Satzung des Vereins werden drei Dimensionen unserer Arbeit genannt: Mission, Seelsorge und Lebensbegleitung. Sie dürfen nicht voneinander isoliert werden. Mission verstehen wir vor allem als Gespräch. Wir wollen hören, was die Menschen unserer Stadt bewegt. Denn oft fehlt es in unserer Zeit

zuallererst an Menschen, die einfach zuhören. Wir wollen aber auch von unseren Erfahrungen mit Gott sprechen, wir wollen dazu anregen, sich selbst mit dem Inhalt des christlichen Glaubens zu befassen.
Mission ist nicht allein Sache des Wortes. Wir bemühen uns deshalb um eine enge Verbindung von Glaubens- (Mission) und Lebenszeugnis (Diakonie). Dort, wo es in unserer Macht steht, wollen wir Menschen auch praktisch helfen, zum Beispiel durch Begleitung bei Behördengängen, durch Beratung über staatliche Unterstützung in sozialen Notlagen und anderes mehr.

2.3 Brücken bauen zwischen Kirche und Gesellschaft

„Kirche im Laden“ will Brücken bauen zwischen Kirche und Gesellschaft. Von Paulus wird in der Apostelgeschichte berichtet, dass er täglich auf den Markt ging, um mit Menschen über Gott zu sprechen (Apg 17,17). Oft warten wir Christen, dass die Leute zu uns kommen; für viele aber ist die Schwelle in ein Kirchengebäude schon sehr hoch und erscheint fast unüberwindbar. Daher wollen wir in die Stadt hineingehen und wollen ein Gesprächsangebot schaffen, dass möglichst niederschwellig ist und es leichter macht, mit Glaube und Kirche in Kontakt zu kommen. Zu diesem Zweck eröffnen wir in der Stadt Falkenstein einen Laden, der als Informations-, Bildungs- und Begegnungsstätte dienen soll. Er soll Beziehungen knüpfen zwischen Kirche und Stadt, zwischen Christen und Nichtchristen und zwischen Glaube und Leben. Insbesondere soll er folgende Zwecke verfolgen:
Begegnungen und Kontakte zwischen Menschen verschiedener Bevölkerungsschichten und religiöser Prägung ermöglichen
Qualifizierte Information und Beratung im Blick auf persönliche Notlagen wie auch auf Glaubensfragen anbieten
Das Gespräch über Kirche und Glaube sowie auch über gesellschaftliche Entwicklungen fördern.

2.4 „Kirche im Laden“ als Projekt des Gemeindeaufbaus Aus der in 2.3 beschriebenen Brückenfunktion des Projekts ergibt sich dessen Bedeutung für den Gemeindeaufbau. Wir möchten Räume für Begegnungen mit Kirche und Glaube eröffnen und Schwellenängste überwinden. Entsprechend dem Selbstverständnis unserer Landeskirche, die „Kirche in der Gesellschaft“ sein will, bemühen wir uns darum, auf die Menschen zuzugehen und das Gespräch mit ihnen zu suchen.
Von großer Bedeutung für den Gemeindeaufbau erscheint ferner eine zweite Seite des Projekts: Kirche im Laden bietet vielfältige Möglichkeiten zur Mitarbeit. Die Vereinsform befördert demokratische Strukturen und eröffnet dem einzelnen Gemeindeglied Spielraum zur Mitgestaltung. So werden sie als mündige Christen ernst genommen und einbezogen.

3. Der Laden

3.1 Lage

Der gemietete Laden befindet sich in der Gartenstraße 19 in 08223 Falkenstein. Die Gartenstraße bietet zum einen eine sehr zentrale Lage, da die Fußgängerzone im Innenstadtbereich mit wenigen Schritten zu erreichen ist. Auch per Fahrzeug ist sie gut zu erreichen, da sie Bestandteil des inneren Rings um die Falkensteiner Innenstadt ist. Zum anderen liegt sie doch etwas abseits, was für Menschen mit Schwellenängsten ein wichtiger Faktor sein könnte.

3.2 Räumlichkeiten

Der Laden besteht aus einem Öffentlichkeitsbereich in der Größe von etwa 50 qm und einem im hinteren Bereich gelegenen Büroraum von etwa 20 qm, der auch für Einzelgespräche und Sitzungen genutzt werden kann.
Der vordere Bereich ist durch zwei Schaufenster gut einsehbar und multifunktional eingerichtet, da er für die verschiedensten Aktivitäten (Mutter-Kind-Treff, Mini-Bibliothek, „Stadtgespräch“, Workshops und anderes mehr, siehe dazu auch Punkt 5) genutzt wird.

3.3 Charakter des Ladens

Der Laden ist ein Ort der Begegnung und des Gesprächs. Dafür ist eine freundliche und offene Atmosphäre von entscheidender Bedeutung. Jeder Mensch, der den Laden betritt, kann hier entsprechend seinen Interessen und Bedürfnissen und unseren Möglichkeiten Annahme und Entgegenkommen erfahren. Wer „Kirche im Laden“ besucht, wird zu nichts gedrängt oder verpflichtet. Ob jemand ein Gespräch führen möchte, oder danach auch weitere Kontakte haben möchte, entscheidet er selbst. Jegliche Inanspruchnahme von „Kirche im Laden“ ist kostenlos und unverbindlich.

3.4 Öffnungszeiten

Der Laden hat zu folgenden Zeiten geöffnet (Stand: 1.11.06):

 
Montag   Dienstag   Mittwoch   Donnerstag
 
Freitag  
  9-11 "Von Anfang an" (Mutter-Kind-Treff)        
15-18 "Schenk dir Zeit" Infos, Gesprächsangebote, Minibibliothek
 
15-18 "Schenk dir Zeit" Infos, Gesprächsangebote, Minibibliothek   15-18 "Schenk dir Zeit" Infos, Gesprächsangebote, Minibibliothek   15-18 "Schenk dir Zeit" Infos, Gesprächsangebote, Minibibliothek   12-15.30 "Zum Brotkorb" ab 12.00 Gesprächsangebot 14.00 Abgabe von Grundnahrungsmitteln an Bedürftige
 

4. Zielgruppe

Die Angebote von „Kirche im Laden“ möchten alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen ansprechen. Es ist gleichgültig ob sie aus Falkenstein, den umliegenden Städten und Gemeinden oder sogar von weiter her kommen. Jeder Mensch ist willkommen und wird mit dem gleichen Respekt und Engagement behandelt, unabhängig von seiner Konfessionszugehörigkeit oder Weltanschauung.
„Kirche im Laden“ wendet sich gleichermaßen an Menschen mit Lebens- und Glaubensfragen sowie auch an Menschen in sozialen oder seelischen Notlagen.
Die prinzipielle Offenheit für Besucher der verschiedensten Bevölkerungsgruppen schließt allerdings nicht aus, dass bestimmte Interessengruppen mit besonderen Projektangeboten angesprochen werden sollen (vgl. dazu Punkt 5). Ein Beispiel hierfür ist der Mutter-Kind-Treff „Von Anfang an“.

5. Angebote

Die Angebote bei „Kirche im Laden“ haben sich an den Bedürfnissen, Nöten und Gegebenheiten der in Falkenstein und Umgebung lebenden Menschen zu orientieren. Grundsätzlich scheint uns dafür eine Mischung aus „offenen“ (für alle Schichten und Altersgruppen) und „geschlossenen“ (für bestimmte Zielgruppen) Angeboten sinnvoll. Beide Formen von Angeboten ergänzen sich.

5.1 „Schenk dir Zeit“: offenes Angebot für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten

An mehreren Wochentagen ist der Laden für Besucher aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten geöffnet. In diesen Zeiten stehen Mitarbeiter des Ladens für Gespräch und Beratung bereit (Für Einzelgespräche steht gegebenenfalls der hintere Raum des Ladens zur Verfügung). Man kann aber auch die „Schnupperangebote“ wie die Biete-Suche-Tafel oder die Mini-Bibliothek nutzen. Folgende Angebote können genutzt werden:
Gespräch mit Mitarbeitern des Ladens
Biete – Suche – Tafel
Bereitstellung von Info-Material (über soziale Hilfeleistungen, über Glaube und Kirche, über Falkenstein und Umgebung)
Minibibliothek
Kleinausstellungen
Hilfestellungen beim Ausfüllen von Formularen oder Anträgen bzw. für den Umgang mit Ämtern und Behörden (gegebenenfalls mit Begleitung zu den Ämtern)
Herstellen von Kontakten zu Kirchgemeinden
Herstellen von Kontakten zu Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen
Vermittlung kleiner ehrenamtlicher Tätigkeiten (für später geplant)

5.2 Projekte für bestimmte Zielgruppen („geschlossene“ Angebote)

Mit besonderen Angeboten, außerhalb der freien Öffnungszeiten des Ladens, sollen auch spezielle Zielgruppen angesprochen werden. Solche Angebote können zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen sowie in einer regelmäßigen oder losen Folge abgehalten werden. Dies ist abhängig von der Gruppe die erreicht werden soll und dem Ziel das verfolgt wird. Folgendes soll angeboten werden:
„Von Anfang an“: Mutter – Kind – Kreis (jeweils Dienstags am Vormittag, siehe die beigefügte Konzeption in den Anlagen)
„Auf ein Wort“: Pfarrer bzw. Prediger aus den verschiedenen Falkensteiner Gemeinden stehen zum Gespräch bereit (jeweils Dienstags am Nachmittag)
„Zum Brotkorb“: Bedürftige erhalten Lebensmittel (jeweils Freitags am Nachmittag, das Projekt „Zum Brotkorb“ wird in Zusammenarbeit mit der Kirchenbezirkssozialarbeit des Diakonischen Werkes Auerbach durchgeführt, siehe die beigefügte Konzeption in den Anlagen)
„Stadtgespräch“ (Diskussionsabende, kleine Konzerte oder Lesungen; einmal im Monat)

Für die Zukunft stellen wir uns weitere Angebote, wie z. B. Workshops (Basteln, Gitarrenkurs oder ähnliches) vor. Ferner soll der Laden bei freien Kapazitäten auch anderen Trägern zur Verfügung gestellt werden, die ähnliche Ziele verfolgen. Beispiele hierfür sind das monatliche Treffen einer Angehörigengruppe des Blauen Kreuzes sowie das geplante Beratungsangebot des Diakonischen Werkes Auerbach.

6. Mitarbeiter

6.1 Ehrenamtliche Mitarbeit

„Kirche im Laden“ lebt vom Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Mitgliedschaft im Verein ist für eine Mitarbeit wünschenswert, aber nicht Voraussetzung. Jede und jeder soll nach ihren / seinen Begabungen und Möglichkeiten mitarbeiten können. Zu diesem Zweck existieren verschiedene Teams, die weitgehend selbstständig bestimmte Aufgaben wahrnehmen:
1. Einrichtung und Technik
2. Mutter-Kind-Treff
3. Brotkorb
4. Mitarbeiter für die Ladenöffnungszeiten

Ferner existiert eine Arbeitsgruppe für konzeptionelle Fragen sowie ein Finanzausschuss. Auch hier bieten sich Möglichkeiten zur ehrenamtlichen Mitarbeit.
Die ehrenamtliche Mitarbeit im Laden wird jeweils klar definiert und auch zeitlich begrenzt (eine Verlängerung ist möglich). So bleibt die jeweilige Aufgabe überschaubar, und es werden Überforderungen vermieden. Zu diesem Zweck trifft der Leitungskreis mit jeder Mitarbeiterin bzw. jedem Mitarbeiter eine Vereinbarung, die den Umfang der Mitarbeit regelt und jeweils für ein Jahr Geltung hat. Ferner trägt der Leitungskreis auch Sorge für die kontinuierliche Begleitung und Weiterbildung der Ehrenamtlichen. Hierzu gehören unter anderem folgende Bereiche: biblisch- theologische Weiterbildung, Seminare in Gesprächsführung, Seelsorge oder zum Umgang mit Krisensituationen, Informationen über staatliche Beihilfen für Familien und sozialschwache Menschen, Informationen über rechtliche Fragen.
Unverzichtbar für die ehrenamtliche Mitarbeit im Laden ist neben der Verbindlichkeit auch die Verschwiegenheit. Informationen über Besucher des Ladens dürfen nicht an dritte weitergegeben werden.

6.2 Hauptamtliche Mitarbeit

Für die Koordination der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie für die Abdeckung des laufenden Geschäftsaufwandes im Laden ist für die Anfangszeit eine Koordinatorenstelle einzurichten (siehe Punkt 10). Von Juli 2004 bis März 2005 ist diese Aufgabe zunächst durch die von der Agentur für Arbeit bewilligte ABM-Stelle abgedeckt.

7. Kooperationspartner

Die Arbeit von „Kirche im Laden“ ist angelegt auf eine umfassende Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Institutionen. Die Weitervermittlung an professionelle Beratungsstellen ist ebenso unverzichtbar wie das gute Zusammenwirken mit den Einrichtungen der Stadt Falkenstein und des Vogtlandkreises. „Kirche

im Laden“ versteht sich als eine Anlaufstelle, die Hilfesuchende gegebenenfalls an spezialisierte Einrichtungen und Initiativen verweist und bei der Kontaktaufnahme mit diesen behilflich ist.
Insbesondere suchen und pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Auerbach und dessen Beratungsstellen sowie mit der Kirchenbezirkssozialarbeit und der Telefonseelsorge Vogtland.
Daneben suchen wir die Zusammenarbeit mit den Ämtern und Einrichtungen der Stadt Falkenstein sowie des Vogtlandkreises.
Wie bereits unter Punkt 1 hervorgehoben, pflegen wir enge Kontakte zu den verschiedenen christlichen Gemeinden in Falkenstein.
Schließlich bemühen wir uns auch um eine Zusammenarbeit mit anderen Trägern wie etwa dem Blauen Kreuz oder der SMD (Netzwerk für Christen an der Schule, an der Hochschule und im Beruf).

8. Öffentlichkeitsarbeit

Die inhaltliche Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit liegt beim Vereinsvorstand. Nach Möglichkeit sollen die bestehenden Strukturen der Öffentlichkeitsarbeit in der ev.-luth. Kirchgemeinde Falkenstein mit genutzt werden, beispielsweise die Homepage www.elukifa.de mitsamt zugehöriger E-Mail-Adressen oder die Möglichkeiten zur Herstellung von Handzetteln und Plakaten.

9. Finanzierung

Für den laufenden Betrieb des Ladens (Miete, Telefon, Heizung, Wasser, Strom, Versicherung u.a.) ergibt sich ein monatlicher Bedarf von 580,00 Euro. Perspektivisch gesehen sollen die Kosten zu ca. 2/3 durch Spenden der Mitglieder und Freunde des Vereins gedeckt werden. Das übrige Drittel soll durch Zuschüsse, z. B. von der ev.-luth. Kirchgemeinde Falkenstein oder von der Stadt Falkenstein, aufgebracht werden.
Für die erste Projektphase von 3 Jahren ist „Kirche im Laden“ aber in einem höheren Umfang auf kirchliche oder öffentliche Fördermittel angewiesen, da ein regelmäßiger Spenderkreis erst im Entstehen ist sowie weitere (einmalige) Ausgaben für die Einrichtung des Ladens entstehen.

10. Perspektive

Das Projekt „Kirche im Laden“ gliedert sich in drei Projektphasen, die sich voneinander abgrenzen lassen:
Phase I (Vorbereitungs- und Anlaufphase – ca. 6 Monate bis 1 Jahr)
Phase II (Einrichtungs- und Anschubphase – ca. 3 Jahre)
Phase III (Angebotsphase und Selbstorganisationsphase - Folgezeit)

In Phase I sind die erforderlichen konzeptionellen, baulichen und investiven Maßnahmen vorrangig. Projektplanung, Einrichtung, Eröffnung der Räumlichkeiten von „Kirche im Laden“ werden vom Vorstand des Vereins „Kirche im Laden e. V.“ in Eigenleistung wahrgenommen. Praktisch wird diese erste Phase durch einen ABM-Mitarbeiter unterstützt. Die erste Phase endet mit der Eröffnung des Ladens und dem Ende der geförderten Maßnahme.
Die Phase II schließt sich unmittelbar an Phase I an. In Phase II werden unter Leitung eines Projekt-Koordinators tragfähige Strukturen für die sich anschließende Phase III des Projektes installiert. Der Projektkoordinator soll in einer Anstellung zu 0,5 VzÄ über drei Jahre einen ehrenamtlichen Mitarbeiterstamm von ca. 20 Mitarbeitern motivieren, weiterbilden und begleiten. Dieser Mitarbeiterstamm wird in Phase III eigenverantwortlich in der Lage sein, den Fortbestand des Projektes zu gestalten und selbst Multiplikatorenfunktion zu übernehmen. In besonderer Weise ist dazu die Kontaktaufnahme- und Pflege zu städtischen Einrichtungen, christlichen Gemeinden und oben genannten Kooperationspartnern notwendig. Das Erarbeiten umsetzbarer Schulungsprogramme für ehrenamtliche Mitarbeiter ist Arbeitsinhalt und Teil der Projektphase II. In der folgenden Phase III des Projektes „Kirche im Laden“ greifen die ehrenamtlichen Mitarbeiter und der Vorstand des Vereins „Kirche im Laden e. V.“ auf vorhandene und erprobte Organisations- und Arbeitsstrukturen von Phase II zurück. Das Gemeindeaufbauprojekt ist ein fester Bestandteil in der sozialen Infrastruktur der Stadt Falkensein geworden, in dem die konzeptionellen Gedanken praktisch umgesetzt und situativ modifiziert und fortgeschrieben werden - Beratung, Bildung und Begleitung als Lebens- und Wesenäußerung der christlichen Gemeinden von Falkenstein.

Konzeption Mutter-Kind-Kreis